Android lobt 10 Millionen aus

Android Developer ChallengeDie Open Handset Alliance unter der Federführung von google hat am 5. November ihren Angriff auf die Mobilfunkmärkte bekanntgegeben. Nun legt das Projekt nach und lobt gleich mal einen Haufen Geld aus für die Entwicklergemeinde aus.

Wer sich also mit dem zwischenzeitlich erschienenen SDK (Download) anfreunden möchte kann sich mit den Ergebnissen gleich in zwei Runden um die 10 Millionen US Dollar bewerben. Die erste Runde findet vom 2. Januar bis 3. März 2008, die zweite nach Erscheinen des ersten Mobilgerätes auf Basis von Android im zweiten Halbjahr 2008, statt.

Das Geld wird in beiden gleich dotierten Runden so aufgeteilt: Die besten 50 Einreichungen erhalten je $25,000. Unter diesen werden dann weitere 10 x $275.000 sowie 10 x $100.000 ausgeschüttet.

Zudem wurden weitere Details zu den technischen Grundlagen von Android bekannt:

Philipp berichtet auf Mobile-Zeitgeist über David Carson and Alan Blount, die heute einen tieferen Einblick in Android anlässlich des Mobile Monday Boston gegeben haben:

Demnach basiert Android auf dem Linux Kernel 2.6, der grundlegende Jobs wie Speichermanagement, Prozesshandling, … abdeckt. Vorteil dabei ist, dass Linux frei ist und notwendige Treiber für CPUs,… schon bestehen. Soweit so gut. Applikationen bauen allerdings nicht direkt auf Linux auf, sondern auf einer eigen entwickelten Virtual Machine, die Dalvik genannt wird. Dalvik ist insofern interessant, da es ein neuer Bytecode Interpreter ist, der mit einer klassischen JVM nichts zu tun hat. Laut den beiden ist Dalvik optimiert für den Einsatz auf mobilen Geräten mit den üblichen Beschränkungen. Dadurch sollen Applikationen bedeutend schneller gemacht werden.

Applikationen werden in Java geschrieben und danach in das Dalvik Format .dex konvertiert. D.h. nach der Kompilierung mit den üblichen Javatools werden die jar bzw. class files in .dex Dateien umgewandelt. Dieser Schritt macht es unmöglich bisherige Java Applikationen auf Android laufen zu lassen. Eine Neukompilierung ist auf jeden Fall notwendig.

Ist das nun J2ME? Ein klares Nein. Android basiert auf J2SE mit Android spezifischen Erweiterungen und APIs. JSRs,… sind damit belanglos - willkommen in einer ganz neuen Welt (ein Beitrag zu diesem Problem findet sich auf moconews). Die Frage nach dem Security Framework (a la Permissionwahnsinn bei J2ME bzw. Symbian Signed) sind die beiden ausgewichen. Im Wesentlichen werden die Hersteller und Betreiber mit Sicherheit hier einen noch-zu-definierendes Regelwerk etablieren.

Quelle: Mobile Zeitgeist (Philip Nagele)

Eine gute Zusammenfassung auf Michael Mace.

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